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Als Kontinent hat Afrika schon länger wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Probleme. Von Apartheid bis hin zu Korruption und Terrorismus: demokratische (und undemokratische) Regierungen in Afrika müssen viel bekämpfen. Trotz allem ist Afrika laut der „Financial Times“ die schnellst wachsende Region für Direktinvestitionen.

Jedoch gibt es für jede schlechte Nachricht auch eine Gute. 2015 wird vielleicht das Jahr für Afrika, um der Welt zu zeigen, dass auch Fortschritte in der globalen Wirtschaft gemachen können und Afrika als mit den anderen Wirtschaftsmächten mithalten kann. Im Juni gab es viele Neuigkeiten auf dem Kontinent sowie die Vereinbarung einer neuen Freihandelszone (Tripartite Free Trade Area, kurz TFTA) zwischen 26 afrikanischen Staaten.

Laut dem „Economist“ hat Nigeria mit seiner neuen Regierung positive neue Maßnahmen eingeführt, um Korruption im produzierenden Gewerbe und den öffentlichen Diensten zu bekämpfen. Dies scheint Wirkung zu zeigen: fremde Gelder fließen jetzt wieder in das Land und an die lokale Börse (ca. $14 Mio. Investition 2014, mehr als Südafrika mit $10 Millionen).

Die TFTA-Zone soll die 26 Länder zwischen Kapstadt und Kairo umfassen, allerdings muss das zuerst von allen einzelnen Staaten genehmigt werden. Vorher gab es laut dem „BBC“ drei verschiedene Handelszonen. Die neue Zone soll dabei helfen, die durchschnittliche Wirtschaftswachstumsrate des Kontinents um bis zu 5% zu steigern – laut „WSJ Online“ ist die Prognose des afrikanischen Wirtschaftswachstums auf 4,5% in 2015 und 5% in 2016 angehoben worden.

Das Einzige was das Wachstum zurückhält sind die Probleme im Bereich der Infrastruktur und der Sicherheit. Laut einem Bericht der „UN Trade and Development“ aus dem Jahr 2014, sind afrikanische Länder immer konservativ mit ihren Inlandsausgaben gewesen, was der Infrastruktur über eine längere Zeit extrem geschadet hat. Der Aspekt der Sicherheit ist in vielen Ländern auch ein Thema, u.a. mit der Terrorismusgruppe Boko Haram in Nigeria oder wegen des Krieges im Südsudan. Wir sind gespannt, ob diese Probleme bald gelöst werden können, um die Investitionen zu steigern und Afrika besser in der Weltwirtschaft zu positionieren als zuvor.